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Theoretisch praktisch!? - das Buch

theoretisch2.jpgKnapp zehn Monate nach dem Ende der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Dortmund liegt nun der dazugehörige Tagungsband vor. Ich dokumentiere im Folgenden einen längeren Auszug aus der (von Susanne Fengler und mir verfassten) Einleitung des Bandes. Die Passagen geben einen guten Überblick über die insgesamt 20 Aufsätze, die wir aus dem reichhaltigen Tagungsprogramm zur Veröffentlichung ausgewählt haben, und machen hoffentlich Lust auf mehr. Das Buch mit dem Titel “Theoretisch praktisch!?”, Band 39 der Schriftenreihe der DGPuK im Universitätsverlag Konstanz, gliedert sich in vier Hauptteile:

Teil 1: Kommunikations- und Medienforschung in der Mediengesellschaft

Der vorliegende Tagungsband bündelt zentrale Ausschnitte aus den Diskussionen der Dortmunder Jahrestagung – und lädt mit dem Beitrag von Peter Weingart zunächst dazu ein, das Thema aus einer Meta-Perspektive zu reflektieren. Peter Weingart hat sich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Schriften mit dem Verhältnis von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit auseinandergesetzt. Er untersucht die Folgen der Medialisierung für die Wissenschaft – und wie die Wissenschaft, trotz steigenden Drucks, sich über die Massenmedien an zunehmend heterogene Publika zu richten, und trotz ihrer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Ressourcen, ihre Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Leistungsfähigkeit bewahren kann. Welche (potentiellen) Folgen hat dieser Strukturwandel der Wissenschaftsöffentlichkeit in der Mediengesellschaft für unsere Wissenschaft, die sich mit eben dieser Mediengesellschaft, mit Medienakteuren, -inhalten und -publika, auseinandersetzt? Die Medien sind reflexiver geworden, resümiert Weingart mit Blick auf aktuelle Debatten – und schreibt in seinem Beitrag weiter: „Angesichts der erwähnten Wirkung der Medien […] wird die Medien- und Kommunikationswissenschaft unversehens zu einer Schlüsseldisziplin der Sozialwissenschaft.“ Bezüglich des Verhältnisses des Fachs zu den Medien warnt Weingart vor einer „diffusen Sehnsucht nach medialer Aufmerksamkeit“, weist aber zugleich auf die Dringlichkeit von maßvoller Öffentlichkeitsarbeit hin:

„Die Beachtung einer Disziplin bzw. eines Forschungsgebiets durch die Medien gilt […] als Erfolgsrezept für die Zuwendung öffentlicher Mittel. Der Mechanismus scheint klar zu sein: Wahrnehmung in den Medien bedeutet Wertschätzung in der Öffentlichkeit, die sich in politische Zustimmung und schließlich – durch die Entscheidung der Abgeordneten – in die Zuweisung von Mitteln übersetzt. Das entspricht der Funktionsweise des demokratischen Prozesses. Folglich sind die Disziplinen gut beraten, sich medial gut zu verkaufen.“

Hier knüpft der DGPuK-Vorsitzende Klaus-Dieter Altmeppen an, der in seinem Beitrag Strategien für eine künftig stärkere Institutionalisierung der Medienarbeit der Fachgesellschaft entwickelt – und zugleich an die vielen in Gremien, Verbänden und Kommissionen engagierten Kolleginnen und Kollegen appelliert, neben ihren eigenen Forschungsinteressen und -institutionen auch die Belange der Fachgesellschaft stärker als zuvor zur Geltung zu bringen.

Teil 2: Zum Einfluss der Kommunikations- und Medienforschung auf politisches Handeln

Wie Ergebnisse der Medien- und Kommunikationsforschung inzwischen die Medienpolitik prägen, wird im zweiten Hauptteil dieses Bandes ausgeführt. Natascha Just und Manuel Puppis beschreiben unter Rückgriff auf Paul F. Lazarsfeld den gegensätzlichen Zugang, den Forscher zum Feld wählen können: administrative Forschung im Auftrag von Akteuren der Medienpolitik versus kritische Forschung, die bestehende Strukturen grundsätzlich in Frage stellt. Just und Puppis zufolge kann universitäre Forschung hier eine Sonderrolle einnehmen, da sie

„durch ihre größere Unabhängigkeit von Interessengruppen zumindest im Idealfall in einer einmaligen Position [ist], um auch neue und unbequeme Fragen aufzuwerfen, die von gesellschaftlicher Bedeutung sind. Auch wenn Politiker und Regulierungsbehörden nicht immer auf Forschung warten, die über das politisch Machbare und Umzusetzende hinausgeht: Der Raum des Möglichen wird dadurch erweitert, und alternative Lösungen werden denkbar“.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, fordern Just und Puppis von der Medienpolitik-Forschung gesellschaftliche Relevanz, theoretische Fundierung und methodische Kompetenz.

Ihr Argument, dass gerade im Bereich der Medienpolitik – mit den damit verbundenen Gefahren der politischen Instrumentalisierung – erhöhter Bedarf an Selbstreflexion besteht, nehmen Gabriele Siegert, Loris Russi, M. Bjørn von Rimscha und Ulrike Mellmann in ihrem Beitrag auf, der die aus der Ökonomik stammende Prinzipal-Agent-Theorie auf Kommunikationswissenschaftler anwendet. Informationsasymmetrien, Unsicherheit und Zieldivergenz prägen das Verhältnis von Wissenschaftler und Auftraggeber, wenn Akteure aus der Medienpolitik Forschungsaufträge vergeben. Ein Beispiel:

„Regulierer erwarten typischerweise allgemeinverständliche und politisch neutrale Projektberichte mit konkreten regulatorischen Handlungsoptionen, die anschlussfähig an laufende Branchen- und politische Diskurse sind. Die Forschenden wollen jedoch die Daten und Ergebnisse auch in wissenschaftlichen Publikationen verwerten und damit an laufende Fach-Diskurse anschließen“.

Siegert et al. entwickeln Lösungsvorschläge, um den für Prinzipal-Agent-Beziehungen typischen Problemen des Moral Hazard und der Adverse Selection zu entgehen, weisen aber zugleich auch auf die Gefahr von Reputationsschäden nicht zuletzt für die Forscher hin, wenn Akteure der Medienpolitik die ihnen zur Verfügung stehenden journalistischen Kanäle nutzen, um Forschungsergebnisse – interessengeleitet – zu diskreditieren.

Stoyan Radoslavov und Barbara Thomaß nehmen die breite Debatte um den Drei-Stufen-Test der Online-Angebote der öffentlichen-rechtlichen Sender in Deutschland zum Anlass, um danach zu fragen, ob die Kommunikationswissenschaft ihr Potential, sich sowohl mit empirischer Forschung als auch normativen Positionen in die medienpolitische Diskussion einzubringen, genutzt hat. Radoslavov und Thomaß strukturieren die rund um das Thema Drei-Stufen-Test entstandene wissenschaftliche Literatur und arbeiten die zentralen Argumente heraus – ebenso wie die nach wie vor existenten Leerstellen:

„Was […] sind die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse einer Gesellschaft? Werden sie im Rahmen des Funktionsauftrages erfüllt? Es wird zu Recht erwartet, dass diese Fragen ihre Antworten auf der inhaltlichen Ebene der einschlägigen wissenschaftlichen Debatte finden.“

Dennoch ziehen sie ein positives Fazit:

„Im Rahmen der Debatte um den Drei-Stufen-Test der öffentlich-rechtlichen Rundfunkangebote in Deutschland fand eine beachtliche Interaktion zwischen Wissenschaft und Medienregulierung statt. Beide Systeme tauschten aktiv Erkenntnisse und Grundannahmen.“

Matthias Künzler, Manuel Puppis und Otfried Jarren untersuchen für die Schweiz das Wechselverhältnis von Medienpolitik und Medienpolitik-Forschung: Wann und wie hat die Medienpolitik-Forschung medienpolitische Entscheidungen in der Schweiz beeinflusst – und welche Rückwirkungen haben sich hierdurch auf die Fachentwicklung der Medien- und Kommunikationsforschung in der Schweiz ergeben? Die Autoren beschreiben zunächst grundsätzlich die Funktionen wissenschaftlicher Politikberatung und analysieren dann 50 Jahre kommunikationswissenschaftlicher Medienpolitikberatung in der Schweiz. Ihr Fazit: Ein erheblicher Anteil der von den Forschern mit entwickelten Maßnahmen wurde von der Politik zumindest teilweise umgesetzt. Zugleich konnte das Fach profitieren: Seit den 1970er Jahren wurde in der Schweiz die kommunikationswissenschaftliche Forschung an den Hochschulen stetig ausgebaut.

„Diese Institutionalisierung lag jedoch nicht nur im Eigeninteresse des Fachs: Die Medienpolitik hatte einen wissenschaftlichen Beratungsbedarf und war bereit, zu diesem Zweck den Ausbau des Fachs zu fördern.“

Sascha Trültzsch und Christine W. Wijnen schließlich geben Beispiele für die praktische Relevanz medien- und kommunikationswissenschaftlicher Forschung im Bereich der Kinder- und Jugendmedienpolitik. Sie stellen zentrale Ergebnisse der Forschung zur Mediennutzung und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen vor und leiten daraus Empfehlungen für die Medienpraxis ab. Wie diese wiederum von politischen Akteuren und im Bereich der Medienpädagogik engagierten Institutionen umgesetzt wird, zeigen sie anhand von konkreten Projekten und Initiativen auf.

Teil 3: Zur Resonanz der Kommunikations- und Medienforschung in den Öffentlichkeitsberufen

Die in Abschnitt 3 versammelten Beiträge geben einen breit gefächerten Überblick, welche Funktionen kommunikationswissenschaftliche Modelle und Theorien für den Alltag in den Kommunikationsberufen, vor allem in Journalismus und Organisationskommunikation, erfüllen können. Inwiefern erlauben etablierte und innovative Theorieansätze einen (kritischen) Zugriff auf die soziale Praxis der Medien? Welche Forschungsprojekte könnten exemplarisch für Kurt Lewins Diktum stehen, dass „nichts so praktisch ist wie eine gute Theorie“?

Hans-Jürgen Bucher stellt eine empirische Studie vor, in der er – aufbauend auf die Forschung zu Lokaljournalismus und Medienqualität – experimentell die Qualitätskriterien von Rezipienten bei der Beurteilung lokaler Fernsehprogramme untersucht und hierbei insbesondere durch eine Blickaufzeichnungsstudie zu aufschlussreichen Ergebnissen kommt. Buchers Ziel ist es, publizistische Maßstäbe für die Gestaltung lokalen Fernsehens zu ermitteln, das bislang in der Qualitätsforschung vergleichsweise selten beachtet wurde.

Cornelia Wolf wiederum gibt Einblicke in eine Nutzerstudie, die sie in Kooperation mit einem regionalen Zeitungshaus durchführt hat; verglichen wurde die Nutzung des Webangebots durch Abonnenten versus Nicht-Abonnenten. Neben den inhaltlichen Ergebnissen sind insbesondere ihre Anmerkungen über Probleme im Forschungsablauf aufschlussreich. So griff der Auftraggeber – offenbar in Unkenntnis empirischer Forschungsmethoden, aber auch aus Furcht vor einem Loyalitätsverlust der Nutzer – mehrfach in die Gestaltung des Fragebogens ein. Eine effiziente Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis gelinge jedoch nur, „wenn die Kooperation als ergebnisoffener Prozess“ angegangen und nicht als „reine Legitimations- oder Durchsetzungsforschung“ instrumentalisiert wird. Wolfs Fazit:

„Damit Kooperationen zwischen universitärer Kommunikationsforschung und regionaler Medienpraxis für beide Seiten fruchtbare Ergebnisse liefern, müssen […] im Vorfeld klare Absprachen getroffen werden. […] Gegenseitige Transparenz und eine Kooperation auf Augenhöhe sind unabdingbare Voraussetzungen.“

Über ein neues journalistisches Feld berichtet Martin Krieg: In seinem Beitrag „Appsolut praktisch?!“ gibt er einen Überblick über die vorliegende Literatur zur mobilen Mediennutzung und untersucht sodann mobile Medieninhalte und die Rezeption mobiler Medien. Aus einer Blickaufzeichnungsstudie leitet er Empfehlungen zur Gestaltung von Nachrichtenangeboten auf Smartphones und Tablet-PCs ab, die auch für Medienhäuser von großem Interesse sein dürften.

Ingrid A. Uhlemann vergleicht unter Rückgriff auf eine Inhaltsanalyse von Nachrichtenagenturen den praktischen Nutzen von unterschiedlichen Ansätzen der Nachrichtenwert-Forschung – ausgehend von der Beobachtung, dass viele der vorliegenden Modelle zu komplex sind, um die in der Praxis meist sehr schnell erfolgenden redaktionellen Entscheidungsprozesse angemessen widerzuspiegeln. Auf der Suche nach einer „,theoretisch praktischeren‘ Lösung“ entwickelt Uhlemann hieraus ein vereinfachtes Nachrichtenwertmodell, das „der tatsächlichen Praxis von Journalisten möglicherweise deutlich näher kommt“.

Über die Reaktionen der Medienpraxis auf die in ihrem Jahrbuch ‚Qualität der Medien‘ formulierte – empirisch untermauerte – Kritik an den Leistungen des Schweizer Journalismus berichten wiederum Patrik Ettinger, Kurt Imhof und Mario Schranz: Die Forscher haben ihre Medienresonanzanalysen auf die Rezeption des von ihnen als Beitrag zur Förderung des Qualitätsbewusstseins von Publikum und Medienmachern gleichermaßen konzipierten Jahrbuchs ausgeweitet. Ergebnis: Die Studie wurde in Print- und Radio-Qualitätsmedien sowie in Medienblogs vertieft und kritisch analysiert, während gerade die Online-Publikumsmedien die Stichworte der Pressemeldung weitgehend unverändert übernahmen.

„Damit hat ironischerweise das Qualitätsdefizit der Medien wesentlich dazu beigetragen, dass die Resultate zum Qualitätszustand der Schweizer Medien breite und unwidersprochene Resonanz fanden“,

bilanzieren die Forscher – die allerdings auch von harschen Reaktionen des Verlegerverbands berichten, der sich u. a. durch Kritik am empirischen Vorgehen der Forscher publizistisch gegen die Thesen des Jahrbuchs zur Wehr zu setzen suchte.

Susanne Fengler und Julia Jorch loten in ihrem Beitrag die Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Forschung und Praxis im Bereich der Medienentwicklungszusammenarbeit aus – einem von der Kommunikationswissenschaft noch wenig beachteten, politisch aber zunehmend relevanten Bereich. Da die derzeit vorhandene Literatur zur Medienentwicklungszusammenarbeit (MEZ) beinahe gänzlich von den Akteuren der MEZ selbst dominiert wird, ist eine externe kommunikationswissenschaftliche Analyse ihrer Ansicht nach umso dringender. Die Autorinnen geben zudem Einblick in ein von ihnen durchgeführtes Forschungsprojekt zur Evaluation von MEZ-Programmen, das – anders als in der MEZ-Praxis bislang üblich – systematisch auf quantitative Methoden zurückgreift und in der Frage des Impacts die Mesoebene journalistischer Organisationen in den Vordergrund rückt.

Claudia Auer und Kathrin Schleicher berichten in ihrem Beitrag über ein DFG-Projekt zur Kommunikation und Medienarbeit des Bundesministeriums der Verteidigung und reflektieren dabei insbesondere die Problematik des Zugangs zu dem zu untersuchenden Praxisfeld. Die – einer gänzlich anderen Kommunikationskultur als die Wissenschaftler entstammenden – Militärs mussten zunächst von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt werden, schlussendlich profitierten jedoch gerade auch die Praktiker von der wissenschaftlichen Analyse:

„Durch diese Reflexion, die von einer Person außerhalb der Organisation betrieben wird und daher hier externe Reflexion genannt werden soll, entsteht für die Organisation ein unmittelbarer Nutzen, da die Ressourcenausstattung der betreffenden Organisation eine solche Evaluation häufig nicht erlaubt und zudem oftmals die Kompetenz fehlt, um eine komplexe Analyse durchzuführen.“

Zugleich erhöhte sich bei den Befragten im Zuge der durch die Forschung angestoßenen internen Reflexionsprozesse deren Problembewusstsein – in der Folge nahmen sie teils sogar konkrete Strukturveränderungen in der Organisation in Angriff.

Constanze Rossmann schließlich stellt ein Forschungsprojekt vor, das u. a. die Rolle der Medien bei Kampagnen zur Gesundheitsförderung untersucht, und beschreibt, wie gerade diese komplexen und anspruchsvollen, da auf eine für die Betroffenen mühevolle Änderung ihres Lebensstils abzielenden Kampagnen unter Berücksichtigung des Wissensbestands der Medienforschung optimiert werden können.

Teil 4: Theorie und Praxis in der Kommunikations- und Medienforschung: Rückblicke – Ausblicke

Der mit „Rückblicke – Ausblicke“ überschriebene Teil 4 wird von einem längeren Text eröffnet, der das von Gerhard Vowe konzipierte und in Dortmund viel beachtete Plenumspanel „Gelebte Synthesen“ zusammenfasst. Wolfgang R. Langenbucher, Stephan Ruß-Mohl, Hans Mathias Kepplinger, Hartmut Wessler und Frank Marcinkowski ziehen hier Bilanz, welche Bedeutung die ‚Praxis‘ in den Biographien von fünf für die Kommunikationswissenschaft zentralen Forschern – Paul F. Lazarsfeld, Emil Dovifat, Elisabeth Noelle, Jürgen Habermas und Niklas Luhmann – hat(te). Die Beiträge verdeutlichen, wie selbstverständlich manchem dieser Fachvertreter praktisches Engagement war – machen aber auch klar, wie unterschiedlich die Erfahrungen der Genannten mit Politik und Öffentlichkeit verliefen.

Ebenfalls einen Rückblick auf über sechs Jahrzehnte Fachgeschichte – diesmal aus wissenschaftssoziologischer Perspektive – unternimmt Christian Schäfer. Er beschreibt zunächst Reputation, Öffentlichkeit, Mittelausstattung und Evaluationsergebnisse als die vier „Währungen wissenschaftlichen Erfolgs“ – und analysiert im Anschluss daran, als wie ‚erfolgreich‘ die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Deutschland seit 1945 zu bewerten ist. Während Schäfer für das Fach eine schwankende Reputation konstatiert und nur einzelnen Fachvertretern Öffentlichkeitsgewinne attestiert, bewertet er die Entwicklung im Bereich von Mittelausstattung und Evaluationsergebnissen als positiv – und damit mittelbar auch der Reputation des Fachs zuträglich.

Am Schluss des Buches stehen Ausblicke: Matthias Rath fragt, ausgehend von der eingangs erwähnten Forderung des Wissenschaftsrats, danach, wie eine medienethisch fundierte Politikberatung durch Kommunikationswissenschaft ausgestaltet sein könnte und diskutiert dies am Beispiel politischer Skandale. Soll sie „instrumentell-funktionalistisch“ sein (was seiner Ansicht nach die Beratungsleistung der Kommunikationswissenschaft sein könnte) oder „normativ-ethisch“ (was der Ansatz der Medienethik wäre)? Rath plädiert gegen einen „normativen Taylorismus“ und sieht eine – eigenständige – Medienethik als „Korrektiv auch der technischen Kritik“ durch die Kommunikationswissenschaft.

Christoph Neuberger schließlich stellt die Ergebnisse der ersten bundesweiten, von der DGPuK koordinierten Absolventenstudie vor, die u. a. der Frage nachgeht, inwieweit sich Absolventen der verschiedenen Studiengänge unseres Fachs hinreichend auf die Berufspraxis vorbereitet fühlen. Dies war für die untersuchten Jahrgänge vor allem für Diplom-Kandidaten der Fall, während Bachelor-Absolventen eine mangelnde Akzeptanz des Abschlusses in der Medienpraxis wahrnahmen und sich daher vermehrt für ein Master-Studium entschieden.

***

Die Beiträge des Buches zeigen, dass die Kommunikations- und Medienforschung im deutschen Sprachraum über eine bemerkenswert breite Palette an Anwendungsoptionen verfügt. Dass wenigstens ein Teil davon auch tatsächlich realisiert wird, mag als willkommener Beleg für die (theoretisch gegebene) Nützlichkeit und Verwertbarkeit des in unserer Disziplin generierten Wissens dienen. Ebenso deutlich belegen die Beiträge jedoch auch, dass manche der eingangs skizzierten Barrieren zwischen Kommunikationsforschung und gesellschaftlicher Praxis bestehen bleiben oder kontrovers diskutiert werden. In diesem Sinne versteht sich der vorliegende Band, ebenso wie die ihm zugrunde liegende Tagung, als aktuelle Standortbestimmung zur Frage der gesellschaftlichen Verantwortung von Kommunikations- und Medienforschung, nicht als abschließende Bewertung. Das Thema bleibt relevant.

Mehr dazu in:

Susanne Fengler, Tobias Eberwein & Julia Jorch (Hrsg.) (2012): Theoretisch praktisch!? Anwendungsoptionen und gesellschaftliche Relevanz der Kommunikations- und Medienforschung (= Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Band 39). Konstanz: UVK.

Weitere Informationen zum Tagungsband finden sich auf der Verlagshomepage.

Call: “Ethik der Kommunikationsberufe”

Gerade erreicht mich der Call for Papers für die nächste Jahrestagung des Netzwerks Medienethik und der DGPuK-Fachgruppe “Kommunikations- und Medienethik”. Die Veranstaltung findet am 18. und 19. Februar 2010 wie gewohnt in der Hochschule für Philosophie München statt. Den thematischen Fokus bildet die “Ethik der Kommunikationsberufe”, wobei unter anderem Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen Journalismus, PR und Werbung herausgearbeitet werden sollen.

Der Call wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, die spannende Diskussionen versprechen:

1. Journalismus

  • Worin liegen die medienethisch relevanten Problemfelder des Journalismus, und mit welchen Maßnahmen kann die journalistische Unabhängigkeit gefördert werden?
  • Wer trägt letztendlich die Verantwortung für die journalistischen Produkte? Sind eher individualethische, professionsethische oder organisationsethische Modelle zielführend?
  • Wie lassen sich journalistische Debatten eines „Bürgerjournalismus“ in Internetforen, Wikis und Blogs aus einer medienethischen Perspektive bewerten, und welche normativen Konsequenzen ergeben sich überhaupt durch die Nutzung digitaler Kommunikationsforen für den Journalismus?

2. Öffentlichkeitsarbeit (PR)

  • Welche normativen Leitlinien an die PR von Wirtschaftsunternehmen lassen sich aufzeigen und in der Praxis konkret umsetzen?
  • Inwiefern lässt sich das grundlegende Spannungsverhältnis zwischen den Unternehmensinteressen nach optimaler Selbstdarstellung einerseits und dem öffentlichen Interesse an einer glaubwürdigen, offenen und transparenten PR andererseits auflösen und auf welcher Unternehmensebene sollte PR angesiedelt sein, um einen möglichst hohen Einfluss auf die Umsetzung normativer Leitlinien zu haben?

3. Werbung

  • Wie glaubwürdig und informativ sollte Werbung überhaupt sein, und auf welchen Kanälen und zu welchem Zeitpunkt ist die Verbreitung von werblichen Inhalten ethisch angemessen?
  • Wo liegen die moralischen Grenzen werblicher Inhalte, u. a. in Bezug auf die Darstellung von Sexualität oder Religion?
  • Bei welchen Produkten (z. B. Tabakwaren, Alkohol) sollten bestehende Werbeeinschränkungen ggf. erweitert werden, und welche Regelungen zum Jugendschutz sind dabei zusätzlich zu beachten?

4. Öffentlichkeit(en)

  • In welcher Form kann die Grundkategorie und Reichweite von „Öffentlichkeit“ in den unterschiedlichen Kommunikationsberufen medienethisch bewertet und verglichen werden?
  • Inwieweit lassen sich die normativen Ansprüche an Öffentlichkeiten (u. a. Signal- und Warnfunktion, Kontroll-, Kritik- und Legitimationsfunktion, Transparenz, Allgemeine Zugänglichkeit und Allgemeinverständlichkeit) auf die Arbeitsfelder der Kommunikationsberufe übertragen und anwenden?

5. Ökonomie

  • Welche moralischen Konflikte ergeben sich zwischen der Profitmaximierung und Wohlfahrtsorientierung bei den Kommunikationsberufen?
  • Inwiefern existiert ein Spannungsfeld zwischen Marktfreiheit und Regulierung?
  • Durch welche Maßnahmen kann die Trennung zwischen werblichen und redaktionellen Inhalten transparent gestaltet werden?
  • Auf welchen Ebenen sind innovative Geschäftsmodelle erforderlich, um die Überlebensfähigkeit von Qualitätszeitungen zu sichern?
  • Sollten hierfür ggf. gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ein gebührenfinanziertes Modell anstreben?

6. Visualisierung

  • Welche spezifischen Postulate und Modelle einer Bildethik für die Kommunikationsberufe lassen sich aufzeigen?
  • Wie sind Formen der Bildbearbeitung speziell im Journalismus und in der Werbung medienethisch zu bewerten?
  • Welche Regeln werden in der Praxis postuliert und angewendet, um Veränderungen von visuellen Darstellungen deutlich zu machen?
  • Inwiefern lassen sich hierbei konkrete Beispiele aufzeigen und typologisieren?

7. Postulate

  • Inwiefern lassen sich abstrakte (medien-)ethische Idealnormen wie Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Öffentlichkeit, Partizipation, Verantwortung und Nachhaltigkeit auf die Praxis der Kommunikationsberufe anwenden?
  • Gibt es überhaupt Handlungsspielräume, um die Forderungen an die Kommunikationsberufe (u. a. Transparenz, allgemeine Zugänglichkeit, Redlichkeit, Aufgeschlossenheit, Dialogbereitschaft, Neugierde und Offenheit für Argumente, Partizipation, Nachprüfbarkeit der Information, offene dezentrale Strukturen) in der Praxis durchsetzen?

8. Institutionelle Selbstkontrolle

  • Kann die Arbeit die bestehenden Medienselbstkontrollinstanzen mit ihren Kodizes für die Kommunikationsberufe als effektiv angesehen werden, und an welchem Punkt gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?
  • Welche Vernetzungsmöglichkeiten der Medienselbstkontrollinstanzen im Journalismus und auf der Ebene der Unternehmenskommunikation sind aus einer medienethischen Perspektive angemessen?
  • Ist es sinnvoll, einen übergreifenden Medienkodex für alle Kommunikationsberufe zu entwickeln?

9. Internationale Vergleiche

  • Unter welchen normativen Rahmenbedingungen agieren die Kommunikationsberufe Journalismus, PR und Werbung im Ausland im Vergleich zu Deutschland?
  • Welche Konzepte und Modelle zu einer Ethik der Kommunikationsberufe aus dem Ausland lassen sich aufzeigen und ggf. auf die Situation in Deutschland übertragen?

Wer Antworten auf diese Fragen hat, kann sich bis zum 15. November 2009 mit einem Extended Abstract bei Christian Schicha und Alexander Filipović für einen Vortrag bewerben. Weitere Informationen enthält der vollständige Call.

Journalismus(kultur) im Wandel

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Gestern und vorgestern fand an der Universität Bremen die 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft statt. Unter dem Titel „Medienkultur im Wandel“ boten sich den fast 400 Tagungsteilnehmern über 100 unterschiedliche Fachvorträge – mal mehr, mal weniger offensichtlich mit dem Tagungsthema verbunden. Einen repräsentativen Überblick über die Veranstaltung zu geben, ist angesichts der Vielzahl der Präsentationen kaum möglich. Auf ein paar instruktive Papers möchte ich aber dennoch kurz hinweisen. Ich beschränke mich dabei auf den Bereich der Journalismusforschung, obgleich dieser im gesamten Tagungsspektrum freilich nur einen kleinen Teil einnahm.

Als sehr anregend habe ich beispielsweise den Vortrag von Bernd Blöbaum empfunden. Er präsentierte Ergebnisse aus einem zweisemestrigen Münsteraner Lehrforschungsprojekt. Gemeinsam mit Studierenden hatte er biographische Interviews mit 36 Journalisten, PR-Praktikern und Werbern durchgeführt, um deren Karriereverläufe miteinander vergleichen zu können. Dabei ließen sich gemeinsame Ausgangspunkte (z.B. vielfältige Mediennutzung in den Herkunftsfamilien, in der Schule Präferenz für das Fach Deutsch, Engagement für Schülermedien usw.) und ähnliche Berufseinstiege (in der Regel über Praktika, Traineeprogramme, Volontariate usw.) in allen drei Arbeitsfeldern feststellen. Die weiteren Berufsverläufe erwiesen sich jedoch als sehr unterschiedlich: Während Journalisten ihrem Medium häufig treu bleiben, ist bei PR-Beratern ein Wechsel vom Journalismus in die Public Relations nicht unüblich, wohingegen vor allem Werber viele unterschiedliche berufliche Stationen durchlaufen. Diese und weitere Ergebnisse der explorativen Studie sind inzwischen als Buch publiziert. Spannend sind sie unter anderem deswegen, weil sie für die Gruppe der Journalisten ähnliche Befunde wie die JouriD-Studien von Siegfried Weischenberg und anderen zu Tage fördern – allerdings mit einer völlig anderen methodischen Herangehensweise.

Thomas Hanitzsch stellte neue Ergebnisse aus dem breit angelegten international vergleichenden „Worlds of Journalisms“-Projekt vor. Anhand von standardisierten Interviews mit je 100 Journalisten aus 19 Ländern, einer Datenrecherche zu ihren Medienorganisationen sowie einer Analyse der Länderkontexte auf Systemebene konnte er verschiedene globale journalistische Milieus identifizieren: den neutralen Publikumsdienstleister, den antiautoritären Meinungsmacher, den kritisch-distanzierten Kontrolleur, den opportunistischen Facilitator und den konstruktiven Weltveränderer. Während die ersten drei Kategorien vor allem in westlichen Journalismuskulturen anzutreffen sind, sind die Typen 4 und 5 typisch für Transformationsgesellschaften. Die Präsentation von Thomas Hanitzsch beeindruckte nicht nur mit einer bemerkenswerten komparativen Datenbasis, sondern auch aufgrund ihrer konsequenten Anwendung der Feldtheorie Pierre Bourdieus auf den Untersuchungsgegenstand Journalismus.

Dass die Feldtheorie für die Erforschung des Journalismus einige interessante Optionen bereithält, zeigte auch der Vortrag von Claudia Riesmeyer. Sie interessierte sich für den Arbeitsalltag von deutschen Auslandskorrespondenten und konnte mit Hilfe von 90 Tiefeninterviews einige spannende Ergebnisse generieren. Auf die zahlreichen Detailbefunde kann ich hier aus Platzgründen nicht eingehen. Einleuchtend und deswegen erwähnenswert finde ich aber vor allem ihren resümierenden Rückbezug der erhobenen Daten auf die Feldtheorie: Der langjährige Erwerb von journalistischem Kapital ist demnach eine wesentliche Zugangsvoraussetzung für eine Tätigkeit als Auslandskorrespondent – man muss sich erst „hocharbeiten“, um einen der begehrten Arbeitsplätze im Ausland zu bekommen. Gleichzeitig ist der Korrespondent für sein Muttermedium ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Seine Präsenz vor Ort suggeriert den Status von Exklusivität – und stellt für das Medium damit einen Trumpf im journalistischen Feld dar. Dass viele Korrespondenten aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse de facto gar nicht in der Lage sind, vor Ort ein adäquates Themenmanagement zu betreiben (und auch das belegen die Daten von Claudia Riesmeyer), scheint dabei nebensächlich.

Dass es um die Qualität der Auslandsberichterstattung auch bei renommierten Qualitätsmedien nicht zum Besten steht, demonstrierte die Präsentation von Esther Kamber und Kurt Imhof. Sie hatten – synchron und diachron – die außenpolitische Berichterstattung der NZZ, der FAZ und des „Guardian“ in den Jahren 1980, 1990 und 2005 miteinander verglichen. Dabei konnten sie einige Tendenzen des Wandels aufzeigen: Die analysierten Beiträge speisten sich zuletzt aus weniger Informationskanälen, gleichzeitig ließen sich mehr Agenda-Setting-Kaskaden feststellen. Auffällig war zudem das verstärkte Eindringen von nicht-politischen Inhalten (vor allem Human Interest) und ihren eher emotionalen Rationalitätsdimensionen in die außenpolitische Berichterstattung. Hier wurde der „Guardian“ als Vorreiter ausgemacht – möglicherweise in Folge der verstärkten Newsdesk-Orientierung in dessen Stammredaktion.

Dem Einfluss neuer Medientechnologien auf den britischen Nachrichtenjournalismus spürte Tamara Witschge näher nach. Über Leitfadeinterviews in verschiedenen regionalen und überregionalen Medienhäusern wies sie nach, dass unter Journalisten mittlerweile ein allgemeiner Konsens über die zunehmende Bedeutung des Internets vorherrscht. Die langfristigen Auswirkungen auf den Journalistenberuf werden jedoch höchst unterschiedlich interpretiert: Eine Gruppe von Traditionalisten ist davon überzeugt, dass die Profession den technologischen Wandel unbeschadet überstehen wird, während sich das Lager der „believers“ von den neuen Medientechnologien eine nachhaltige Verbesserung des Journalismus erhofft. Diese verschiedenen Sichtweisen sind gegenwärtig oft parallel innerhalb derselben Redaktionen anzutreffen. Sie auszusöhnen, ist laut Tamara Witschge eine der zentralen Aufgaben auf Managementebene.

Dem medialen Diskurs über ein spezifisches Format der Internetöffentlichkeit – nämlich das der Weblogs – ging Christian Nuernbergk auf den Grund. Er präsentierte Teilbefunde aus dem Münsteraner Forschungsprojekt „Journalismus im Internet“. Zentral war für ihn die Frage, wie sich Blogger und Journalisten gegenseitig thematisieren. Eine Inhaltsanalyse von journalistischen und Blogtexten zeigte, dass ein Konkurrenzverhältnis zwischen den beiden Gruppen eher von Journalisten vermutet wird, während Blogger sich häufiger als Kritiker des Journalismus verstehen. Gleichzeitig finden sich jedoch auch Belege für Komplementärbeziehungen. Eine Analyse des medialen Diskurses über Weblogs aus der Netzwerkperspektive machte deutlich, dass die bloggenden Akteure sehr eng miteinander verknüpft sind, die journalistischen hingegen so gut wie gar nicht. Weitere Ergebnisse aus dem Projekt „Journalismus im Internet“ dokumentiert der gerade erschienene Sammelband gleichen Titels, der auf meinem Schreibtisch bereits freudig der Lektüre harrt.

Einen spezifischen Teilbereich der journalistischen Aussagenentstehung nahm Bernhard Pörksen unter die Lupe. In seinem faszinierenden Vortrag thematisierte er den Prozess der Autorisierung von politischen Interviews und die Spannungen, die dabei zwischen den beteiligten Akteursgruppen auftreten können. Als Datenbasis diente ihm ein Lehrforschungsprojekt mit Hamburger Journalistikstudierenden, bei dem journalistische Interviews mit Prominenten durchgeführt (und später auch publiziert) wurden. Die langwierigen Bearbeitungsprozesse vom ersten Gesprächstranskript bis zur autorisierten Endversion interpretierte Bernhard Pörksen als „Inszenierungsabgleich“, bei dem häufig gegenläufige Interessen im Interaktionsfeld von Medien und politischer Prominenz austariert werden. Unter Rückgriff auf die Terminologie Erving Goffmans veranschaulichte er das Impression Management der Interviewer und der Interviewten an verschiedenen Fallbeispielen. Es darf als Glücksfall für die Journalismusforschung betrachtet werden, dass Pörksen das offenbar gut dokumentierte Material aus seinem ursprünglich eher populärwissenschaftlichen Publikationsprojekt nun einer intensiveren Analyse unterzieht, denn üblicherweise bleibt der Wissenschaft der Blick auf die Hinterbühne der beschriebenen Aushandlungsprozesse verstellt.

Neben diesen Präsentationen befassten sich noch verschiedene andere Referenten mit interessanten Fragen der Journalistik, doch leider wurden viele davon in parallelen Panels diskutiert, so dass ich nicht überall dabei sein konnte. (Nähere Informationen dazu hält der Abstract-Band zur Tagung bereit.) Dies ist vielleicht der einzige Wermutstropfen einer ansonsten vorzüglich organisierten Veranstaltung. Vielleicht lassen sich derartige Überschneidungen bei der nächsten Jahrestagung in Ilmenau ja minimieren?

Foto: DGPuK