Tag-Archiv für 'methoden'

Call: Methoden der Journalismusforschung

Der Call für die gemeinsame Tagung der DGPuK-Fachgruppen “Journalistik und Journalismusforschung” und “Methoden der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft” macht die Runde. Die Veranstaltung steht — wie sollte es bei dieser Konstellation anders sein — unter dem Titel “Methoden der Journalismusforschung”. Sie richtet den Blick “auf grundlegende methodische und methodologische Aspekte der Journalismusforschung, auf empirische Studien, die sich mit dem Thema ‘Journalismus’ aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen oder spezifische methodische Problemlagen bei der Erforschung dieses Phänomenbereichs in den Mittelpunkt rücken”.

Einreichungen sollten sich in einen der folgenden Schwerpunkte einpassen:

  1. Vor welchen methodischen und methodologischen Herausforderungen steht die Journalismusforschung?
  2. Welche methodischen Innovationen gibt es in der Journalismusforschung?
  3. Welche Methoden anderer Disziplinen können für die Journalismusforschung fruchtbar gemacht werden?
  4. Welche Methoden können zur Erfassung von Selektionsentscheidungen (sowohl auf Seiten der Journalisten als auch auf Seiten der Rezipienten) eingesetzt werden?
  5. Welches Potential haben Onlinebefragungen und sonstige internetgestützte Verfahren?
  6. Ferner sind Beispielstudien willkommen, die aus methodischer Perspektive Probleme und spezielle Untersuchungsdesigns in der Journalismusforschung deutlich machen.

Die Tagung findet vom 5. bis zum 7. Februar 2009 in Berlin statt. Vortragsvorschläge können als Extended Abstracts bis zum 15. September 2008 an Thorsten Quandt gerichtet werden.

Für Interessierte geht es hier zum vollständigen Call!

Blogforscher nehmen Maß: AG Social Media gegründet

So schnell kann es gehen: Am Ostermontag rief Benedikt Köhler über sein Blog dazu auf, eine Forschungsgruppe zur Vermessung der Blogosphäre zu gründen. Rund anderthalb Wochen später war sie da: die Arbeitsgemeinschaft Social Media. Wesentliches Anliegen des Zusammenschlusses ist die Erarbeitung von neuen Standards bei der Erforschung von Weblogs und anderer Social Software. Darauf aufbauend soll es möglich werden, Aussagen über die politische und gesellschaftliche Relevanz des Mitmach-Webs zu formulieren.

Die gegenwärtigen Probleme bei der quantitativen und qualitativen Bewertung von Blogs erklärt Benedikt im Interview bei medienlese.com:

Bei der Werbevermarktung gibt es schlicht keine Metriken, die die Reichweite sinnvoll abbilden können. Einfachstes Beispiel: Die Page Impressions, die nach wie vor das gängige Kriterium sind. Die bilden aber das Nutzerverhalten nur sehr ungenau ab, weil sie eine Startseite gleich werten wie ein einzelner Artikel, wie auch ein einzelnes Bild in einer Bildergalerie.

Das soll durch die Initiative der AG Social Media nun anders werden. Die Resonanz auf die Gründung zeigt, dass sie mit ihrer Zielsetzung auf ein durchaus beachtliches Interesse stößt. Einige weiterführende Ideen für ein “Messsystem jenseits der Page Impressions” hat mittlerweile Christiane Schulzki-Haddouti zusammengetragen. Doch damit geht die inhaltliche Diskussion gerade erst los.

Es dürfte spannend sein, die Arbeit dieser wichtigen Initiative im Blick zu behalten.