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Internationale Tagung: “Journalism Research in the Public Interest”

Gerade erreicht mich der Call for Papers für die nächste Gemeinschaftstagung der DGPuK-Fachgruppe Journalistik und Journalismusforschung, die diesmal in Kooperation mit der Journalism Studies Section der ECREA organisiert wird. Sie befasst sich mit “Journalism Research in the Public Interest” und findet vom 19. bis zum 21. November 2009 in Winterthur/Zürich statt. Im Mittelpunkt der internationalen Veranstaltung steht die Frage: “what does the field of journalism research have to offer to issues of public interest and debate, and what are the key factors for a successful transfer of knowledge between journalism research and its social contexts?” Einreichungen sind u. a. zu den folgenden Themenbereichen möglich:

  • Journalism research and social intervention: e. g. the advocacy of civic journalism, peace journalism, development journalism;
  • Journalism research and transfer of knowledge: e. g. journalism education and training; application for media organizations or public relations;
  • Journalism research and global inequality: e. g. knowledge transfer from the north to the south; applications of comparative research;
  • Journalism research and democracy: e. g. strengthening journalism’s role in deliberative democracy; the development of concepts for transitional democracies;
  • Journalism research and its public image: e. g. the media coverage of journalism research as academic discipline.

Wer einen Vortrag vorschlagen möchte, kann dies in Form eines englischsprachigen Abstracts (500 Wörter) bei Vinzenz Wyss und Thomas Hanitzsch tun — und zwar bis zum 1. April 2009. Den vollständigen Call gibt es hier!

Call: Medienkultur im Wandel

Der Call für die nächste Jahrestagung der DGPuK ist online. Die Veranstaltung findet vom 29. April bis zum 1. Mai 2009 an der Universität Bremen statt und befasst sich mit dem Oberthema “Medienkultur im Wandel”. Laut Veranstalter wird dabei “das mit dem Begriff der Medienkultur bezeichnete Phänomen der Mediatisierung von Kulturen bewusst breit gefasst: Medienkulturen bestehen nicht nur als Nationalkulturen, sondern beispielsweise auch als politische Diskurs-, als Populär-, Migrations-, Redaktions- oder Unternehmenskulturen. Medienkulturen sollten also zeitlich, räumlich und sozial differenziert betrachtet und untersucht werden”.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen folgende Themenfelder:

  • Konzepte der Medienkultur
  • Empirie der Medienkulturforschung
  • Historizität und Aktualität von Medienkulturwandel
  • Medienpolitik, Öffentlichkeit und politische Diskurskulturen
  • Integration, Segregation und Konflikte von Medienkulturen
  • Journalismus-, Produktions- und Organisationskulturen
  • Inhalte, Formate und Diskurse von Medienkulturen
  • Alltag, Rezeption und Sozialisation in Medienkulturen

Auch die Hauptvorträge stehen schon fest. Bereits zugesagt haben:

Weitere Vorträge können bis zum 15. Oktober 2008 über die Tagungshomepage eingereicht werden. Weitere Informationen dazu unter www.dgpuk2009.de!

Call: Web 2.0 aus medienethischer Perspektive

Ein äußerst spannendes Thema hat sich die DGPuK-Fachgruppe “Kommunikations- und Medienethik” für ihre nächste Jahrestagung ausgesucht. Unter dem Veranstaltungstitel “Web 2.0. Neue Kommunikations- und Interaktionsformen als Herausforderung der Medienethik” lädt sie am 12. und 13. Februar 2009 gemeinsam mit dem Netzwerk Medienethik an die Hochschule für Philosophie München ein. Im Mittelpunkt der Vorträge sollen die folgenden Themenbereiche und Leitfragen stehen:

1. Kommunikation

  • Inwiefern verändern digitale Handlungsbereiche (z.B. Briefsysteme, Bibliotheken, Datenbanken, Werbung, Videokonferenzsysteme, virtuelle Spielewelten) die Qualität der zwischenmenschlichen Kommunikation?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Kommunikationsbereiche der privaten-, wissenschaftlichen-, ökonomischen- und politischen Kommunikation?
  • In welcher Form kann das Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement zum Thema der Medienethik werden?
  • Wie lassen sich Debatten in Internetforen, Wikis und Blogs aus einer medienethischen Perspektive bewerten?
  • Welche Optionen ergeben sich durch die Nutzung digitaler Kommunikationsforen für die Forschung und Lehre im Kontext der “Medienethik”?

2. Öffentlichkeit(en)

  • In welcher Form kann die Grundkategorie “Öffentlichkeit” im neuen Netz medienethisch bewertet werden?
  • Inwieweit lassen sich die normativen Ansprüche an Öffentlichkeiten (u.a. Signal- und Warnfunktion, Kontroll-, Kritik- und Legitimationsfunktion, Transparenz, Allgemeine Zugänglichkeit und Allgemeinverständlichkeit) auf virtuelle Öffentlichkeiten übertragen?

3. Kommerzialisierung

  • Welche moralischen Konflikte ergeben sich zwischen Profitmaximierung und Wohlfahrtsorientierung und inwiefern existiert ein Spannungsfeld zwischen Marktfreiheit und Regulierung im Internet?
  • Welche medienethische Relevanz besitzt die Werbeüberflutung durch Spams, Bannerwerbung usw.?
  • Kann im Netz die Trennung zwischen werblichen und redaktionellen Inhalten transparent gestaltet werden?

4. Datenschutz und -sicherheit

  • Wie lässt sich der Anspruch auf Datenschutz und -sicherheit theoretisch begründen?
  • Wie ist die Erstellung von Nutzerprofilen angesichts des Handelns mit und der kommerziellen Nutzung von Internetdaten medienethisch zu bewerten?

5. Online-Journalismus

  • Inwiefern verändert sich das journalistische Umfeld und die Recherche durch die Nutzung des Internet?
  • Nach welchen normativen Kriterien sollten sich die Informationsauswahl, die Produktion von Inhalten sowie die Präsentation und Distribution von Inhalten orientieren?

6. Inhalte

  • Auf welchen Ebenen liegen die Problemfelder der konkreten Inhalte von Bildern und Texten im Internet und welche konkreten Maßnahmen sind aus medienethischer Perspektive legitim und wünschenswert, um moralisch fragwürdige Medieninhalte aufzuzeigen und zu begrenzen?
  • Wie kann die notwendige Abwägung zwischen dem Jugendschutz einerseits und dem Zensurverbot andererseits bewerkstelligt werden?

7. Urheberrecht

  • Auf welchen Ebenen und in welchen Kontexten werden urheberrechtliche Fragen im Web 2.0 tangiert?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, die Urheber vor dem Missbrauch ihrer Werke zu schützen?

8. Postulate

  • Inwiefern lassen sich abstrakte (medien-)ethische Idealnormen wie Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Öffentlichkeit, Partizipation, Verantwortung und Nachhaltigkeit auf die Praxis des Web 2.0 anwenden?
  • Gibt es überhaupt Handlungsspielräume, um die Forderungen an eine “Netiquette” (u.a. Transparenz, allgemeine Zugänglichkeit, Redlichkeit, Aufgeschlossenheit, Dialogbereitschaft, Neugierde und Offenheit für Argumente, Partizipation, Nachprüfbarkeit der Information, offene dezentrale Strukturen) in der Praxis durchsetzen?

9. Institutionelle Selbstkontrolle

  • Kann die Arbeit die bestehenden Medienselbstkontrollinstanzen für das Internet als effektiv angesehen werden und an welchem Punkt gibt es ggf. Verbesserungsmöglichkeiten?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Jugendschutz im Web 2.0 angemessen umzusetzen?

Einreichungen können bis zum 30. September 2008 an Barbara Thomaß oder Christian Schicha gerichtet werden. Detaillierte Informationen enthält der vollständige Call for Papers. (via)

Call: Methoden der Journalismusforschung

Der Call für die gemeinsame Tagung der DGPuK-Fachgruppen “Journalistik und Journalismusforschung” und “Methoden der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft” macht die Runde. Die Veranstaltung steht — wie sollte es bei dieser Konstellation anders sein — unter dem Titel “Methoden der Journalismusforschung”. Sie richtet den Blick “auf grundlegende methodische und methodologische Aspekte der Journalismusforschung, auf empirische Studien, die sich mit dem Thema ‘Journalismus’ aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen oder spezifische methodische Problemlagen bei der Erforschung dieses Phänomenbereichs in den Mittelpunkt rücken”.

Einreichungen sollten sich in einen der folgenden Schwerpunkte einpassen:

  1. Vor welchen methodischen und methodologischen Herausforderungen steht die Journalismusforschung?
  2. Welche methodischen Innovationen gibt es in der Journalismusforschung?
  3. Welche Methoden anderer Disziplinen können für die Journalismusforschung fruchtbar gemacht werden?
  4. Welche Methoden können zur Erfassung von Selektionsentscheidungen (sowohl auf Seiten der Journalisten als auch auf Seiten der Rezipienten) eingesetzt werden?
  5. Welches Potential haben Onlinebefragungen und sonstige internetgestützte Verfahren?
  6. Ferner sind Beispielstudien willkommen, die aus methodischer Perspektive Probleme und spezielle Untersuchungsdesigns in der Journalismusforschung deutlich machen.

Die Tagung findet vom 5. bis zum 7. Februar 2009 in Berlin statt. Vortragsvorschläge können als Extended Abstracts bis zum 15. September 2008 an Thorsten Quandt gerichtet werden.

Für Interessierte geht es hier zum vollständigen Call!

Call: Bestandsaufnahme zur Rezeption und Wirkung politischer Medienangebote

“Zwischen Medienallmacht und -ohnmacht. Rezeption und Wirkung politischer Medienangebote” — so lautet der Titel einer Tagung der DGPuK-Fachgruppe “Rezeptions- und Wirkungsforschung“, die vom 22. bis zum 24. Januar 2009 in Zürich stattfindet. Anliegen der Organisatoren ist es, eine Bestandsaufnahme zur Rezeption und Wirkung (massen-)medial vermittelter Politik zu leisten und damit einen Überblick über die kaum noch zu durchschauende Vielfalt an Studien zu diesem Thema zu ermöglichen. Im Mittelpunkt der Tagung stehen damit Leitfragen und Themenkreise wie:

  1. Welche (massen-)medialen Politikangebote haben politisch relevante Wirkungen beim Publikum?
  2. Worin genau bestehen Wirkungen medialer Politikangebote auf das Publikum?
  3. Über welche Prozesse wirken sich mediale Politikangebote beim Publikum aus?
  4. Reviews und Meta-Analysen zur Wirkung (massen-)medialer politischer Angebote beim Publikum
  5. Methodischer Zugang zum Nachweis von politischen Medienwirkungen

Vortragsvorschläge können bis zum 15. September 2008 an Carsten Wünsch gerichtet werden. Zum vollständigen Call geht es hier! (via)

Calls: Zwei Tagungen in Ilmenau

“Zwischen Babel und ‘Earth City’” — so lautet der Titel der ersten Konferenz des Netzwerks Interkulturelle und Internationale Kommunikation, die vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau stattfindet. Inzwischen liegt der Call for Papers vor. Vorschläge für konkrete Vorträge können bis zum 11. August 2008 an Liane Rothenberger geschickt werden. Mögliche Themen:

Ungleichgewichte und Dominanzverhältnisse in internationalen Kommunikationsflüssen, Routinen und Störfälle der grenzüberschreitenden Krisen- und Konfliktkommunikation, der (dysfunktionale) Einfluss internationaler Public Relations auf Länder und Kulturen, die komplexen und keineswegs widerspruchsfreien Entstehungsbedingungen transnationaler und transkultureller Kommunikationsräume oder Erfolgsfaktoren interkultureller Dialogveranstaltungen.

Zum vollständigen Call geht es hier! (via)

Nur eine Woche später — genauer: vom 6. bis zum 8. November 2008 — findet in Ilmenau eine Tagung der DGPuK-Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” statt. Sie steht unter dem Motto “Politik 2.0″ und soll den Einfluss der CvK auf die Politik und den politischen Prozess ebenso unter die Lupe nehmen wie die Bedeutung der Politik für die Ausgestaltung und Regulierung der CvK. Auch für diese Tagung sind nach wie vor Einreichungen möglich. Mehr dazu auf der Tagungshomepage, die mittlerweile schon einige Informationen zum Programm bereithält. Zumindest der Keynote Speaker steht fest. Es ist — Andrew Keen.

Call: Perspektiven Kritischer Kommunikations- und Medientheorien

Eine Tagung zu den “Perspektiven Kritischer Kommunikations- und Medientheorien” findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 an der Universität Lüneburg statt. Ziel ist es, “die Tragfähigkeit und Weiterentwicklung gesellschaftstheoretisch fundierter kritischer Theorien zu diskutieren und voranzutreiben sowie diese im Hinblick auf ihre gemeinsamen Grundlagen zu durchleuchten”. Willkommen sind Beiträge, die

  • [sich] unter Bezug auf Bourdieus Kapitalkonzept kritisch mit dem gesellschaftlichem Wandel durch die Aneignung digitaler Medien und deren Folgen für die Menschen und ihre Lebenschancen beschäftigen und dabei technizistische Konzepte wie ‘Digital Divide’ überwinden,
  • Überlegungen zur Kulturindustrie revitalisieren und die damit verbundenen Begriffe wie etwa den der ‘Selbstverdinglichung’ für die Analyse von Medienhandeln aufgreifen,
  • in der Tradition von Gramsci und den Cultural Studies die Verbindung von Hegemonie und Ideologie für die Analyse von Medien bzw. Medienangeboten fruchtbar machen,
  • die Bedeutung der politischen Ökonomie herausstellen und dem Zusammenhang von Gesellschaftsveränderung und geänderten Bedingungen von Medienproduktion, -repräsentation und -aneignung nachgehen,
  • im Anschluss an Foucault Medien als Kulturtechnologien diskutieren bzw. verfolgen, wie Machtverhältnisse in Mediendiskursen zum Ausdruck kommen oder mediale Angebote als Modus der Subjektivierung und Form der Selbsttechnik in den Mittelpunkt stellen,
  • aktuelle feministische Theoriebildung für Fragestellungen der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Geschlechterforschung aufgreifen.

Abstracts von 4000 bis 5000 Zeichen nehmen die Organisatoren Tanja Thomas, Friedrich Krotz und Jan Pinseler bis zum 15. Juni 2008 entgegen. Zum vollständigen Call for Papers geht es hier! (via)