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CvK gestern, heute und morgen

Im kommenden November findet in Mainz die nächste Tagung der DGPuK-Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” statt. Ziel ist es, “Forschungen, die sich mit der Vergangenheit der Computervermittelten Kommunikation beschäftigen, und Forschungen zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen, zur Zukunft des Fachs und seiner Forschungsgegenstände zusammenzuführen”, wie es im nun vorliegenden Call for Papers heißt. Vortragsvorschläge können bis zum 9. Juli 2010 eingereicht werden. Weitere Details im vollständigen CfP.

Call: “Ethik der Kommunikationsberufe”

Gerade erreicht mich der Call for Papers für die nächste Jahrestagung des Netzwerks Medienethik und der DGPuK-Fachgruppe “Kommunikations- und Medienethik”. Die Veranstaltung findet am 18. und 19. Februar 2010 wie gewohnt in der Hochschule für Philosophie München statt. Den thematischen Fokus bildet die “Ethik der Kommunikationsberufe”, wobei unter anderem Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen Journalismus, PR und Werbung herausgearbeitet werden sollen.

Der Call wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, die spannende Diskussionen versprechen:

1. Journalismus

  • Worin liegen die medienethisch relevanten Problemfelder des Journalismus, und mit welchen Maßnahmen kann die journalistische Unabhängigkeit gefördert werden?
  • Wer trägt letztendlich die Verantwortung für die journalistischen Produkte? Sind eher individualethische, professionsethische oder organisationsethische Modelle zielführend?
  • Wie lassen sich journalistische Debatten eines „Bürgerjournalismus“ in Internetforen, Wikis und Blogs aus einer medienethischen Perspektive bewerten, und welche normativen Konsequenzen ergeben sich überhaupt durch die Nutzung digitaler Kommunikationsforen für den Journalismus?

2. Öffentlichkeitsarbeit (PR)

  • Welche normativen Leitlinien an die PR von Wirtschaftsunternehmen lassen sich aufzeigen und in der Praxis konkret umsetzen?
  • Inwiefern lässt sich das grundlegende Spannungsverhältnis zwischen den Unternehmensinteressen nach optimaler Selbstdarstellung einerseits und dem öffentlichen Interesse an einer glaubwürdigen, offenen und transparenten PR andererseits auflösen und auf welcher Unternehmensebene sollte PR angesiedelt sein, um einen möglichst hohen Einfluss auf die Umsetzung normativer Leitlinien zu haben?

3. Werbung

  • Wie glaubwürdig und informativ sollte Werbung überhaupt sein, und auf welchen Kanälen und zu welchem Zeitpunkt ist die Verbreitung von werblichen Inhalten ethisch angemessen?
  • Wo liegen die moralischen Grenzen werblicher Inhalte, u. a. in Bezug auf die Darstellung von Sexualität oder Religion?
  • Bei welchen Produkten (z. B. Tabakwaren, Alkohol) sollten bestehende Werbeeinschränkungen ggf. erweitert werden, und welche Regelungen zum Jugendschutz sind dabei zusätzlich zu beachten?

4. Öffentlichkeit(en)

  • In welcher Form kann die Grundkategorie und Reichweite von „Öffentlichkeit“ in den unterschiedlichen Kommunikationsberufen medienethisch bewertet und verglichen werden?
  • Inwieweit lassen sich die normativen Ansprüche an Öffentlichkeiten (u. a. Signal- und Warnfunktion, Kontroll-, Kritik- und Legitimationsfunktion, Transparenz, Allgemeine Zugänglichkeit und Allgemeinverständlichkeit) auf die Arbeitsfelder der Kommunikationsberufe übertragen und anwenden?

5. Ökonomie

  • Welche moralischen Konflikte ergeben sich zwischen der Profitmaximierung und Wohlfahrtsorientierung bei den Kommunikationsberufen?
  • Inwiefern existiert ein Spannungsfeld zwischen Marktfreiheit und Regulierung?
  • Durch welche Maßnahmen kann die Trennung zwischen werblichen und redaktionellen Inhalten transparent gestaltet werden?
  • Auf welchen Ebenen sind innovative Geschäftsmodelle erforderlich, um die Überlebensfähigkeit von Qualitätszeitungen zu sichern?
  • Sollten hierfür ggf. gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die ein gebührenfinanziertes Modell anstreben?

6. Visualisierung

  • Welche spezifischen Postulate und Modelle einer Bildethik für die Kommunikationsberufe lassen sich aufzeigen?
  • Wie sind Formen der Bildbearbeitung speziell im Journalismus und in der Werbung medienethisch zu bewerten?
  • Welche Regeln werden in der Praxis postuliert und angewendet, um Veränderungen von visuellen Darstellungen deutlich zu machen?
  • Inwiefern lassen sich hierbei konkrete Beispiele aufzeigen und typologisieren?

7. Postulate

  • Inwiefern lassen sich abstrakte (medien-)ethische Idealnormen wie Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Öffentlichkeit, Partizipation, Verantwortung und Nachhaltigkeit auf die Praxis der Kommunikationsberufe anwenden?
  • Gibt es überhaupt Handlungsspielräume, um die Forderungen an die Kommunikationsberufe (u. a. Transparenz, allgemeine Zugänglichkeit, Redlichkeit, Aufgeschlossenheit, Dialogbereitschaft, Neugierde und Offenheit für Argumente, Partizipation, Nachprüfbarkeit der Information, offene dezentrale Strukturen) in der Praxis durchsetzen?

8. Institutionelle Selbstkontrolle

  • Kann die Arbeit die bestehenden Medienselbstkontrollinstanzen mit ihren Kodizes für die Kommunikationsberufe als effektiv angesehen werden, und an welchem Punkt gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?
  • Welche Vernetzungsmöglichkeiten der Medienselbstkontrollinstanzen im Journalismus und auf der Ebene der Unternehmenskommunikation sind aus einer medienethischen Perspektive angemessen?
  • Ist es sinnvoll, einen übergreifenden Medienkodex für alle Kommunikationsberufe zu entwickeln?

9. Internationale Vergleiche

  • Unter welchen normativen Rahmenbedingungen agieren die Kommunikationsberufe Journalismus, PR und Werbung im Ausland im Vergleich zu Deutschland?
  • Welche Konzepte und Modelle zu einer Ethik der Kommunikationsberufe aus dem Ausland lassen sich aufzeigen und ggf. auf die Situation in Deutschland übertragen?

Wer Antworten auf diese Fragen hat, kann sich bis zum 15. November 2009 mit einem Extended Abstract bei Christian Schicha und Alexander Filipović für einen Vortrag bewerben. Weitere Informationen enthält der vollständige Call.

Call: Digital Media Technologies Revisited

Soeben erreicht mich der offizielle Call for Papers für die diesjährige Tagung der DGPuK-Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation“. Es handelt sich um eine internationale Gemeinschaftstagung, die in Kooperation mit der ECREA-Sektion “Digital Culture & Communication” und der DGPuK-Fachgruppe “Soziologie der Medienkommunikation” durchgeführt wird. Schauplatz ist am 20. und 21. November 2009 die Universität der Künste in Berlin.

Der inhaltliche Fokus der Veranstaltung wird durch den Titel (”Digital Media Technologies Revisited: Theorising social relations, interactions and communication”) treffend umrissen. Ziel ist es “to understand contemporary developments in digital media and digital media theory by looking backwards as well as forwards. We set out to explore an in-between time: a time, when much of the hype concerning digital media has died down, much research material has been gathered and analyzed and quite a bit about the possibilities and limitations of digital media (especially in comparison to older media forms) has been understood.” In diesem Sinne nimmt sich die Tagung vor “to return to earlier models and theories that attempted to explain new (digital) media in its ‘first wave’ forms. Additionally, we would like to address the question of what kind of alterations and additions can be used to adapt existing models and theories for current purposes (e.g. mediated person-to-person communication; para-social interactions with virtual agents; pseudo-social interactions with intelligent machines, etc.).”

Wer sich mit einem Paper beteiligen möchte, kann sich bis zum 31. Mai 2009 bei der lokalen Veranstalterin (Maren Hartmann) mit einem Extended Abstract bewerben. Nähere Informationen enthält der ausführliche Call for Papers.

Call: “The Future of Journalism”

Und noch ein Hinweis auf eine spannende internationale Tagung: Bob Franklin lädt als Editor der Zeitschriften “Journalism Studies” und “Journalism Practice” am 9. und 10. September 2009 nach Cardiff ein, um über “The Future of Journalism” zu diskutieren.  Das klingt doch schon ein wenig optimistischer, nachdem die Kollegen von der University of Bedforshire erst vor kurzem das “Ende des Journalismus” heraufbeschworen hatten. Als Plenary Speakers stehen schon jetzt James Curran und Bettina Peters fest. Darüber hinaus werden Vorträge zu den folgenden Themenbereichen erbeten:

  • The Future of Journalism: Perspectives from different countries/continents;
  • The Future of Journalism: New media technologies, blogs, citizen journalism and UGC;
  • The Future of Journalism: Business trends and developments;
  • The Future of Journalism: Implications and developments for journalism practice;
  • The Future of Journalism: Broadcast and print journalism;
  • The Future of Journalism: the employment, education and training of journalists;
  • The Future of Journalism: Journalism ethics.

Für Einreichungen ist noch ein knapper Monat Zeit: Einsendeschluss ist der 9. Januar 2009. Weitere Informationen zum Call for Papers sind hier nachzulesen.

Internationale Tagung: “Journalism Research in the Public Interest”

Gerade erreicht mich der Call for Papers für die nächste Gemeinschaftstagung der DGPuK-Fachgruppe Journalistik und Journalismusforschung, die diesmal in Kooperation mit der Journalism Studies Section der ECREA organisiert wird. Sie befasst sich mit “Journalism Research in the Public Interest” und findet vom 19. bis zum 21. November 2009 in Winterthur/Zürich statt. Im Mittelpunkt der internationalen Veranstaltung steht die Frage: “what does the field of journalism research have to offer to issues of public interest and debate, and what are the key factors for a successful transfer of knowledge between journalism research and its social contexts?” Einreichungen sind u. a. zu den folgenden Themenbereichen möglich:

  • Journalism research and social intervention: e. g. the advocacy of civic journalism, peace journalism, development journalism;
  • Journalism research and transfer of knowledge: e. g. journalism education and training; application for media organizations or public relations;
  • Journalism research and global inequality: e. g. knowledge transfer from the north to the south; applications of comparative research;
  • Journalism research and democracy: e. g. strengthening journalism’s role in deliberative democracy; the development of concepts for transitional democracies;
  • Journalism research and its public image: e. g. the media coverage of journalism research as academic discipline.

Wer einen Vortrag vorschlagen möchte, kann dies in Form eines englischsprachigen Abstracts (500 Wörter) bei Vinzenz Wyss und Thomas Hanitzsch tun — und zwar bis zum 1. April 2009. Den vollständigen Call gibt es hier!

Call: Medienkultur im Wandel

Der Call für die nächste Jahrestagung der DGPuK ist online. Die Veranstaltung findet vom 29. April bis zum 1. Mai 2009 an der Universität Bremen statt und befasst sich mit dem Oberthema “Medienkultur im Wandel”. Laut Veranstalter wird dabei “das mit dem Begriff der Medienkultur bezeichnete Phänomen der Mediatisierung von Kulturen bewusst breit gefasst: Medienkulturen bestehen nicht nur als Nationalkulturen, sondern beispielsweise auch als politische Diskurs-, als Populär-, Migrations-, Redaktions- oder Unternehmenskulturen. Medienkulturen sollten also zeitlich, räumlich und sozial differenziert betrachtet und untersucht werden”.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen folgende Themenfelder:

  • Konzepte der Medienkultur
  • Empirie der Medienkulturforschung
  • Historizität und Aktualität von Medienkulturwandel
  • Medienpolitik, Öffentlichkeit und politische Diskurskulturen
  • Integration, Segregation und Konflikte von Medienkulturen
  • Journalismus-, Produktions- und Organisationskulturen
  • Inhalte, Formate und Diskurse von Medienkulturen
  • Alltag, Rezeption und Sozialisation in Medienkulturen

Auch die Hauptvorträge stehen schon fest. Bereits zugesagt haben:

Weitere Vorträge können bis zum 15. Oktober 2008 über die Tagungshomepage eingereicht werden. Weitere Informationen dazu unter www.dgpuk2009.de!

Call: Web 2.0 aus medienethischer Perspektive

Ein äußerst spannendes Thema hat sich die DGPuK-Fachgruppe “Kommunikations- und Medienethik” für ihre nächste Jahrestagung ausgesucht. Unter dem Veranstaltungstitel “Web 2.0. Neue Kommunikations- und Interaktionsformen als Herausforderung der Medienethik” lädt sie am 12. und 13. Februar 2009 gemeinsam mit dem Netzwerk Medienethik an die Hochschule für Philosophie München ein. Im Mittelpunkt der Vorträge sollen die folgenden Themenbereiche und Leitfragen stehen:

1. Kommunikation

  • Inwiefern verändern digitale Handlungsbereiche (z.B. Briefsysteme, Bibliotheken, Datenbanken, Werbung, Videokonferenzsysteme, virtuelle Spielewelten) die Qualität der zwischenmenschlichen Kommunikation?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Kommunikationsbereiche der privaten-, wissenschaftlichen-, ökonomischen- und politischen Kommunikation?
  • In welcher Form kann das Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement zum Thema der Medienethik werden?
  • Wie lassen sich Debatten in Internetforen, Wikis und Blogs aus einer medienethischen Perspektive bewerten?
  • Welche Optionen ergeben sich durch die Nutzung digitaler Kommunikationsforen für die Forschung und Lehre im Kontext der “Medienethik”?

2. Öffentlichkeit(en)

  • In welcher Form kann die Grundkategorie “Öffentlichkeit” im neuen Netz medienethisch bewertet werden?
  • Inwieweit lassen sich die normativen Ansprüche an Öffentlichkeiten (u.a. Signal- und Warnfunktion, Kontroll-, Kritik- und Legitimationsfunktion, Transparenz, Allgemeine Zugänglichkeit und Allgemeinverständlichkeit) auf virtuelle Öffentlichkeiten übertragen?

3. Kommerzialisierung

  • Welche moralischen Konflikte ergeben sich zwischen Profitmaximierung und Wohlfahrtsorientierung und inwiefern existiert ein Spannungsfeld zwischen Marktfreiheit und Regulierung im Internet?
  • Welche medienethische Relevanz besitzt die Werbeüberflutung durch Spams, Bannerwerbung usw.?
  • Kann im Netz die Trennung zwischen werblichen und redaktionellen Inhalten transparent gestaltet werden?

4. Datenschutz und -sicherheit

  • Wie lässt sich der Anspruch auf Datenschutz und -sicherheit theoretisch begründen?
  • Wie ist die Erstellung von Nutzerprofilen angesichts des Handelns mit und der kommerziellen Nutzung von Internetdaten medienethisch zu bewerten?

5. Online-Journalismus

  • Inwiefern verändert sich das journalistische Umfeld und die Recherche durch die Nutzung des Internet?
  • Nach welchen normativen Kriterien sollten sich die Informationsauswahl, die Produktion von Inhalten sowie die Präsentation und Distribution von Inhalten orientieren?

6. Inhalte

  • Auf welchen Ebenen liegen die Problemfelder der konkreten Inhalte von Bildern und Texten im Internet und welche konkreten Maßnahmen sind aus medienethischer Perspektive legitim und wünschenswert, um moralisch fragwürdige Medieninhalte aufzuzeigen und zu begrenzen?
  • Wie kann die notwendige Abwägung zwischen dem Jugendschutz einerseits und dem Zensurverbot andererseits bewerkstelligt werden?

7. Urheberrecht

  • Auf welchen Ebenen und in welchen Kontexten werden urheberrechtliche Fragen im Web 2.0 tangiert?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, die Urheber vor dem Missbrauch ihrer Werke zu schützen?

8. Postulate

  • Inwiefern lassen sich abstrakte (medien-)ethische Idealnormen wie Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Öffentlichkeit, Partizipation, Verantwortung und Nachhaltigkeit auf die Praxis des Web 2.0 anwenden?
  • Gibt es überhaupt Handlungsspielräume, um die Forderungen an eine “Netiquette” (u.a. Transparenz, allgemeine Zugänglichkeit, Redlichkeit, Aufgeschlossenheit, Dialogbereitschaft, Neugierde und Offenheit für Argumente, Partizipation, Nachprüfbarkeit der Information, offene dezentrale Strukturen) in der Praxis durchsetzen?

9. Institutionelle Selbstkontrolle

  • Kann die Arbeit die bestehenden Medienselbstkontrollinstanzen für das Internet als effektiv angesehen werden und an welchem Punkt gibt es ggf. Verbesserungsmöglichkeiten?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Jugendschutz im Web 2.0 angemessen umzusetzen?

Einreichungen können bis zum 30. September 2008 an Barbara Thomaß oder Christian Schicha gerichtet werden. Detaillierte Informationen enthält der vollständige Call for Papers. (via)