Archiv für März 2011

Journalismus und Nationalsozialismus

jojo_klein.jpgDie aktuelle Ausgabe des “Journalistik Journals” ist eine besondere: Zum letzten Mal wird das Heft eingeleitet durch ein Editorial von Horst Pöttker. Er war es, der die Zeitschrift 1998 ins Leben gerufen hat. Nach 13 Jahren als Herausgeber gibt er die Verantwortung für Konzept und Finanzierung der Publikation nun ab. Insofern war es naheliegend, sich im neuen Heft 1/2011 noch einmal auf ein Thema zu konzentrieren, das den JoJo-Gründer seit langer Zeit fesselt: das Verhältnis von Journalismus und Nationalsozialismus. Die Texte im Schwerpunkt-Teil durchleuchten dieses Verhältnis aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Die Print-Version der neuen Ausgabe wird ab der kommenden Woche ausgeliefert. Schon jetzt sind einige ausgewählte Beiträge online — unter anderem:

Verdrängung, Öffnung, Instrumentalisierung
Was vom Umgang mit der NS-Vergangenheit über den Nachkriegsjournalismus zu lernen ist
Von Horst Pöttker

Zwischen den Weltkriegen
Zum Wandel des Pressejournalismus im Nationalsozialismus
Von Gabriele Toepser-Ziegert

Im Schatten von Joseph Goebbels
Otto Dietrich war einer der ranghöchsten Vertreter im Propagandaministerium
Von Stefan Krings

Derricks Erfinder fesselte schon die Hitlerjugend
Die große Frage nach der Mitschuld am Hitler-Regime hat sich Herbert Reinecker nie stellen lassen
Von Christina Kiesewetter

Produkte der Krise
Warum die Auseinandersetzung mit der Publizistik des Exils höchst aktuell ist – eine Verteidigungsrede
Von Gaby Falböck

Außerhalb des Schwerpunkts befassen sich verschiedene Texte mit Fragen der Ethik und Qualität im Journalismus, etwa der Beitrag “Achtsamkeit – Grundzüge eines integralen Journalismus” von Claus Eurich oder Lars Rinsdorfs Analyse zu den Auswirkungen des gemeinsamen Newsdesks auf Qualität und Vielfalt in der Mantelberichterstattung von WAZ, NRZ und WR.

Wer an einem (kostenlosen) Bezug dieser und/oder künftiger JoJo-Ausgaben interessiert ist, kann sich — wie immer — bei mir in der Redaktion melden. A propos: Das “Journalistik Journal” wird auch ohne Horst Pöttkers Mitwirkung weiterhin erscheinen. Dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Für heute begnüge ich mich mit einem herzlichen Dank an den Gründungsherausgeber für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass auch er Freude an dieser “Abschiedsausgabe” hat!

Neue Informationen zur politischen Bildung

bpb.jpgDie letzte Ausgabe stammte noch aus dem Jahr 1998. 13 Jahre später gibt es nun endlich wieder ein aktuelles Themenheft “Massenmedien” in der Publikationsreihe “Informationen zur politischen Bildung“. Ich hatte Anfang der Woche die Belegexemplare im Briefkasten, da ich ein paar Zeilen zum Thema Medienethik und Medienselbstkontrolle beisteuern durfte. Ingesamt haben 31 Autorinnen und Autoren mitgewirkt. Die Konzeption des Heftes lag in den Händen von Susanne Fengler und Susan Philipp. Eine PDF-Version des Readers ist auch online verfügbar — und zwar hier!