Archiv für Oktober 2010

Medienselbstkontrolle im Wandel

jojo.jpgDie aktuellen Wandlungsprozesse im Journalismus stellen auch die publizistische Selbstkontrolle vor neue Herausforderungen: Sind die etablierten Einrichtungen der Selbstregulierung ausreichend auf die fortschreitende Digitalisierung und den Trend zu Crossmedia vorbereitet? Wie ist angemessen mit der Internationalisierung der Medienkommunikation umzugehen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen Ausgabe (Nr. 2/2010) unseres Dortmunder “Journalistik Journals”. Die Hefte werden seit dieser Woche ausgeliefert, auch die Online-Ausgabe ist inzwischen auf dem neusten Stand.

Der Themenschwerpunkt zur Medienselbstkontrolle enthält zahlreiche Beiträge, die im Kontext des internationalen Forschungsprojekts “Media Accountability and Transparency in Europe” (MediaAcT) entstanden sind. Susanne Fengler fragt — unter Rückgriff auf eine ökonomische Theorie journalistischen Handelns — nach möglichen Anreizen für Medienselbstkontrolle; Colin Porlezza, Stephan Ruß-Mohl und Marta Zanichelli stellen Ergebnisse ihrer Fehlerforschung vor und erörtern die Chancen von Korrekturspalten als Instrument der Media Accountability; Huub Evers lotet die Potenziale von Ombudsleuten als Instanz redaktioneller Kritik aus; Matthias Karmasin diskutiert das Konzept der Corporate Social Responsibility als Bestandteil gelingender Selbstregulierung; und ich selbst untersuche die Beschwerdearbeit des Deutschen Presserates im Jahr 2009 — dem ersten Jahr, in dem auch Beschwerden über online-journalistische Beiträge zugelassen wurden.

In der Printausgabe finden sich noch eine ganze Reihe anderer Texte — es lohnt sich also ein Blick in das Heft. Wer an einem (kostenlosen) Bezug der Zeitschrift interessiert ist, wendet sich am besten direkt an die Redaktion (also an mich)!