Literarischer Journalismus als “media accountability system”

jojo.jpgIn den vergangenen Monaten haben mich vor allem zwei Großprojekte beschäftigt: zum einen das internationale Forschungsprojekt “Media Accountability and Transparency in Europe” (MediaAcT), für das ich seit Beginn des Jahres als Scientific Officer tätig bin, zum anderen meine Dissertation. Für die neue Ausgabe des “Journalistik Journals”, das ich nach wie vor redigiere, habe ich erstmals einen Brückenschlag zwischen diesen beiden Projekten gewagt. Der kurze Aufsatz “Literarisierung als Systemschutz” beschreibt das Berichterstattungsmuster des literarischen Journalismus als Reflexionseinrichtung des Journalismussystems. Ihm kommen damit ähnliche Aufgaben zu wie anderen “media accountability systems” — etwa Presseräten oder Medienjournalismus: Gemeinsam helfen sie der journalistischen Profession, sich selbst zu erhalten.

Der Text ist Teil einer Schwerpunktausgabe des JoJos, die sich unter dem Titel “Kritik in der Krise?” dem “wechselvollen Verhältnis von Kultur und Journalismus” widmet. Äußerer Anlass ist das Kulturhauptstadtjahr 2010, das im Ruhrgebiet gegenwärtig einige Sogwirkung verursacht. Neben meinem Beitrag sind verschiedene andere Aufsätze bereits jetzt online, zum Beispiel von Margreth Lünenborg (”Kultur als zentrale Bezugsgröße”), Stephan Porombka (”Ein kurzes Briefing zum Kulturjournalismus”), Gunter Reus (”Berichter oder Richter?”), Karl Prümm (”Es ist still geworden”) und Jörg-Uwe Nieland (”Popjournalismus als Kulturkritik”). Das gedruckte Heft wird ab der kommenden Woche ausgeliefert.

Wer an einem (kostenlosen) Bezug der Zeitschrift interessiert ist, kann mir gerne schreiben!

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