Archiv für Januar 2010

Gesundheitspolitik als journalistisches Tabu?

Die “Initiative Nachrichtenaufklärung” hat gestern in Bremen ihre neue Rangliste der vernachlässigten Themen vorgestellt. Wie in jedem Jahr seit 1997 lenkt das von Journalisten und Wissenschaftlern getragene Projekt damit die Aufmerksamkeit auf gesellschaftlich relevante Nachrichten, die in der medialen Berichterstattung untergegangen sind.

2009 wurde offenbar vor allem über gesundheitspolitische Probleme nicht ausreichend berichtet. Zum vernachlässigten “Top-Thema” des Jahres kürte die INA-Jury die schwierige Situation von Pflegebedürftigen, die im Krankenhaus auf ihre Pflegekraft verzichten müssen, weil die Pflegeversicherung dafür dann nicht mehr aufkommt. Zwar wurde im vergangenen Jahr ein Gesetz erlassen, das das Problem lösen sollte — doch dies war unzureichend. Über die Gesetzesinitiative und die allgemeine Problemlage haben die Massenmedien kaum berichtet.

Auch die umstrittene Praxis von Zwangseinweisungen in die Psychiatrie wurde von Journalisten kaum thematisiert. Dieses Thema ist folgerichtig die “Top 2″ der vernachlässigten Themen des Jahres 2009.

Die INA-Rangliste im Detail:

1. Notstand im Krankenhaus: Pflegebedürftige allein gelassen
Eine halbe Million Menschen in Deutschland braucht im Alltag eine Pflegekraft. Kommen diese Menschen ins Krankenhaus, müssen fast alle von ihnen auf diese Hilfe verzichten. Denn die Pflegeversicherung zahlt dann keine Betreuung mehr, weil in der Klinik angeblich eine ausreichende Versorgung gewährleistet sei. Tatsächlich haben die Pflegekräfte in den Krankenhäusern bereits zu wenig Zeit für ihre normalen Aufgaben, besonderen Bedürfnissen können sie noch weniger gerecht werden. Häufige Folgen sind: Mahlzeiten werden zu schnell abgeräumt, Patienten mit auffälligem Verhalten werden durch Medikamente ruhig gestellt. Ein Gesetz, das 2009 erlassen wurde, sollte das Problem lösen – es hilft aber nur etwa 500 Betroffenen in ganz Deutschland. Über die Missstände und über das unzureichende Gesetz wurde kaum berichtet.

2. Psychiatrie: Bundesregierung biegt UN-Konvention zurecht
In Deutschland dürfen Menschen zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen werden, wenn Fachleute annehmen, dass sie eine Gefahr für sich oder Andere darstellen. Die UN-Behindertenrechtskonvention hingegen schreibt vor, dass Zwangseinweisungen nur bei strafrechtlich relevantem Verhalten erlaubt sind. Sie gilt seit 2009 auch in der Bundesrepublik, doch bei ihrer Umsetzung in nationales Recht wurde die Vorgabe durch Einfügen eines Wortes ausgehebelt: Statt „Eine Freiheitsentziehung aufgrund einer Behinderung ist in keinem Fall gerechtfertigt“ heißt es nun: „Eine Freiheitsentziehung allein aufgrund einer Behinderung ist in keinem Fall gerechtfertigt.“ Eine Änderung der umstrittenen Praxis wird so umgangen. Von Menschenrechtsanwälten und Patientenorganisationen ist dieses Vorgehen kritisiert worden; die Medien aber haben das Thema weitgehend ignoriert.

3. Kriegsberichterstattung lenkt von zivilen Friedensstrategien ab
Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative zu militärischer Intervention wird öffentlich kaum diskutiert, obwohl sie Krisenregionen befrieden kann. Erfolgreiche Beispiele hierfür sind der Nepal-Konflikt oder die Loslösung der baltischen Staaten von der Sowjetunion. Doch Medien berichten selten über kontinuierliche Verhandlungen und konstruktive Prozesse wie Runde Tische oder präventive Diplomatie, da Journalisten häufig auf Gewalt und spektakuläre Ereignisse achten. Gerade weil sich Deutschland weltweit militärisch in Konflikten engagiert, sollten zivile Alternativen öffentlich gemacht werden.

4. Rechtswidrige Anwendung von Polizeigewalt
Auch in einem Rechtsstaat wie Deutschland kommen gewaltsame Übergriffe der Polizei vor. Diese Fälle werden selten aufgeklärt, denn gegen die Verdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft, deren wichtigste Helfer die Polizisten sind. Kommt es dennoch zu Gerichtsverfahren, werden diese meistens eingestellt. Polizisten, die häufig neben den Opfern die einzigen Zeugen sind, sagen selten gegeneinander aus. Die Medien berichten nur über spektakuläre Einzelfälle. Es mangelt jedoch an Informationen über das alltägliche Problem und darüber, dass es keine unabhängige Ermittlungsinstanz gibt.

5. Lücken der Finanzaufsicht bei Kirchen
Kirchliche Einrichtungen öffentlichen Rechts – beispielsweise katholische Klöster ohne angeschlossenen Betrieb – sind steuerbefreit und werden deshalb von den Finanzbehörden nicht kontrolliert. Sie gelten per se als vertrauenswürdig. Das bietet die Möglichkeit, durch überhöhte Spendenquittungen an Steuerhinterziehungen mitzuwirken. Über diese Lücken der Finanzaufsicht und die potentiellen Steuerschlupflöcher wird in den Medien kaum berichtet. Deshalb wird in der Öffentlichkeit nicht darüber diskutiert, ob das Vertrauen in die kirchlichen Einrichtungen berechtigt ist.

6. Mangelhafte Deklarierung von Jodzusatz in Lebensmitteln
Eine starke Lobby propagiert – unterstützt von der Pharmaindustrie – den Zusatz von Jod in Lebensmitteln. Dabei leiden etwa zehn Prozent der Deutschen an Jod-Unverträglichkeiten, während gleichzeitig auf Jodmangel beruhende Erkrankungen in der Bevölkerung abnehmen. Zudem belegen Studien, dass zu viel Jod Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse verstärken kann. Seine Zugabe muss aber oft nicht auf Lebensmittel-Verpackungen deklariert werden. Dies macht es Betroffenen schwer, jodhaltige Nahrungsmittel zu meiden. Über die fehlende Wahlfreiheit der Verbraucher wird in den Medien kaum berichtet.

7. Patente auf menschliche Gene und Gensequenzen
Entschlüsselte menschliche Gene und Gensequenzen können patentiert werden. Das betrifft zum Beispiel Gene, die zu Bluthochdruck oder Brustkrebs beitragen. Die Monopolstellung der Patentinhaber wie Forschungseinrichtungen und Unternehmen hindert konkurrenzfähige Firmen an der Entwicklung alternativer Medikamente und macht unabhängige Forschung teuer. Auch für Patienten können Nachteile entstehen, weil lizenzfreie Behandlungswege von den Krankenkassen aus Kostengründen bevorzugt werden. Über Chancen, Risiken und Konsequenzen der Gen-Patentierung wird nicht themenübergreifend berichtet.

8. Schulen für Gehörlose unterrichten keine Gebärdensprache
In den meisten deutschen Gehörlosenschulen wird den Schülern keine Gebärdensprache beigebracht. In Deutschland leben rund 80.000 Gehörlose. Wissenschaftler streiten seit Jahrzehnten darüber, ob sie die Gebärdensprache erlernen sollten. Häufigstes Gegenargument: Dadurch würden die Betroffenen aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Stattdessen sollten die Schüler die Lautsprache lernen. Kritiker wenden ein, dass nur 30 Prozent der gesprochenen Sprache von den Lippen abgelesen werden kann. In den Medien wird das Thema bestenfalls als fachpädagogische Debatte behandelt.

9. Mangelnde Kontrolle deutscher Rüstungsexporte
Seit Jahren gehört Deutschland zu den weltweit größten Rüstungs-Exporteuren, auch von so genannten „Dual Use“-Gütern, die sich sowohl zivil als auch militärisch nutzen lassen. Eines der Kontrollinstrumente, der jährliche Rüstungsexport-Bericht der Bundesregierung, wird dem Bundestag mit großer Verspätung vorgelegt und auch kaum debattiert. Aufgrund mangelnder Kontrolle landen deutsche Waffen regelmäßig auch in Krisenregionen wie Darfur, Georgien oder Afghanistan. Die sehr aufwändige Recherche des heiklen und komplexen Themas leisten Medien nur in Ausnahmefällen.

10. Sondermüll beim Bauen und Sanieren
Auch nach dem Verbot von Baustoffen wie dem krebserregenden Asbest werden in Deutschland noch Materialien verwendet, die für Mensch und Umwelt problematisch sind. Dazu gehören Chemikalien in Wand- und Bodenbeschichtungen, die Allergien auslösen können. Dabei gibt es für so gut wie alle Materialien eine ökologische Alternative, künstliche Dämmstoffe wie Styropor ließen sich durch Naturstoffe wie Flachs, Hanf oder Wolle ersetzen. Dass die breit thematisierte Wärmedämmung mit der Entsorgung dieser Materialien belastet ist, wird allenfalls in Fachmedien und Sonderbeilagen aufgegriffen.

Weitere Informationen zu den “Top-Themen” der “Initiative Nachrichtenaufklärung” finden sich hier!

Öffentlichkeit durch Wissenschaft. Zum Programm Horst Pöttkers

In der aktuellen Ausgabe des FPS-Newsletters ist ein kurzes wissenschaftliches Porträt über Horst Pöttker erschienen, das ich als Grußadresse anlässlich seines 65. Geburtstages beigesteuert habe. Da der Text mit allerlei unschönen Satzfehlern durchzogen ist, dokumentiere ich den Wortlaut hier noch einmal ohne Trennstriche.

1996, als Horst Pöttker seine Antrittsvorlesung am Dortmunder Institut für Journalistik hielt, war der Status der Journalistik als eigenständige Disziplin im System der Wissenschaften noch weitgehend ungeklärt. In seinem Vortrag machte der frisch berufene Professor für Theorie und Praxis des Journalismus es sich daher zur Aufgabe, ein „Programm der Journalistik“ zu skizzieren. Es kreiste im Wesentlichen um zwei Fragen: Was ist die konstitutive gesellschaftliche Aufgabe von Journalismus? Was kann die Wissenschaft, was kann die Journalistik zur Erfüllung dieser Aufgabe, dem Herstellen von Öffentlichkeit, beitragen? Die Beantwortung dieser beiden Fragen ist gleichsam eine Art Leitmotiv für die gesamte Berufsbiographie Horst Pöttkers, das er seit seinen Studientagen bis heute in verschiedensten Rollen und Funktionen aufgegriffen hat. Sein „Programm der Journalistik“ liest sich daher auch wie ein Programm seiner selbst.

Horst Pöttker studierte in Hamburg, Zürich und Kiel Soziologie, Philologie, Philosophie und Mathematik, bevor er seinem Lehrer Paul Trappe an die Universität Basel nachfolgte. Sein dortiges Studium schloss er 1978 mit der Promotion im Fach Soziologie ab. Aus seinen langjährigen Recherchen entstand das 1023 Seiten schwere Buch „Zum demokratischen Niveau des Inhalts überregionaler westdeutscher Tageszeitungen“, das in verschiedener Hinsicht charakteristisch für seine weitere berufliche Tätigkeit ist: Zum einen legte er damit ein methodologisches Fundament im Geiste des Kritischen Rationalismus, das ihm als Wissenschaftler bis heute Halt gibt. Zum anderen verdeutlichte er mit der Studie einen gesellschaftskritischen und aufklärerischen Anspruch, der auch gegenwärtig noch sein Verständnis von Wissenschaft und Journalismus prägt. Dieser Anspruch spiegelte sich auch in seiner praktisch-journalistischen Tätigkeit für die „Blätter des iz3w“, der Zeitschrift des Freiburger „informationszentrums 3. welt“, für die er während und nach seiner Baseler Zeit als Redakteur arbeitete.

Nach seinem Ausscheiden beim iz3w wandte sich Horst Pöttker wieder mehr dem Wissenschaftsbetrieb zu. Nach Lehraufträgen an der Universität Freiburg und an der Bundeswehr-Universität Hamburg nahm er 1982 eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Siegener Soziologie-Lehrstuhl von Rainer Geißler an. Nur drei Jahre später zog es ihn jedoch zurück in den praktischen Journalismus: Horst Pöttker wurde Alleinredakteur von „medium“, der medienjournalistischen Zeitschrift des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), die er zu einer anerkannten Reflexionsinstanz für den Journalismus machte. Das ständige Wandeln zwischen den Welten, der Versuch eines Brückenschlags zwischen wissenschaftlicher Forschung und journalistischer Praxis – dies ist ein typisches Merkmal für das professionelle Selbstverständnis Horst Pöttkers. Es ist daher nur konsequent, dass er auch während seiner Arbeit beim GEP weiterhin wissenschaftlich tätig war, 1992 für drei Jahre eine Gastprofessur für Ethik der Kommunikationsberufe an der Universität Leipzig übernahm und 1995 auch noch Vertretungsprofessor an der Universität Dortmund wurde – all dies wohlgemerkt parallel zur Redakteurstätigkeit für „medium“.

1996 erwarb Horst Pöttker die Venia Legendi für das Fach Soziologie (mit dem Schwerpunkt Soziologie der Kommunikation und der öffentlichen Meinung). Seine Siegener Habilitationsschrift veröffentlichte er unter dem Titel „Entfremdung und Illusion. Soziales Handeln in der Moderne“. In dieser Arbeit spürt er im Anschluss an Max Weber und Theodor Geiger der Frage nach, warum sich Individuen von den komplexen Organisationen der Moderne manipulieren lassen und welche Optionen zur Reduktion derartiger Fremdbestimmungstendenzen bereitstehen. Auch hier macht sich ein deutlich aufklärerischer Anspruch bemerkbar, der Horst Pöttkers wissenschaftlichen Analysen bis heute innewohnt.

Im Jahr seiner Habilitation nahm Horst Pöttker einen Ruf auf die Dortmunder Professur für Theorie und Praxis des Journalismus an. Wesentliche – wenn auch nicht alle – Bausteine seiner Tätigkeit am Institut für Journalistik der Universität Dortmund hat er bereits in seiner Antrittsvorlesung vorgezeichnet:

  • Universitätsmedien: Ein wesentlicher Vorteil der hochschulgebundenen Journalistenausbildung ist die Option, Studierenden durch die Tätigkeit in Lehrredaktionen ein Experimentierfeld zu bieten, das Forschung, Lehre und Berufspraxis integriert. Horst Pöttker hat an der Organisation und Ausgestaltung der Dortmunder Lehrredaktionen aktiv mitgewirkt und zudem mit dem „Journalistik Journal“ und seinem Online-Pendant „Medien Monitor“ zwei medienjournalistische Foren ins Leben gerufen, in denen sich Journalistik-Studierende in kritischer Medienbeobachtung üben.
  • Berufsethik: Eine systematische Berufsethik für Journalisten kann und soll dabei helfen, professionelle Qualitätsstandards des Journalismus zu begründen, um damit die Erfüllung der Öffentlichkeitsaufgabe zu erleichtern. Horst Pöttker hat diese Zielsetzung durch seine zahlreichen Analysen zur Qualität im Journalismus und zur Medienselbstkontrolle, vor allem durch seine kritische Exegese der Publizistischen Grundsätze des Deutschen Presserats, nachhaltig vorangetrieben. Dies spiegelt auch sein Engagement als Mitbegründer und Vorsitzender des „Vereins zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle“ (FPS) und als Geschäftsführer der „Initiative Nachrichtenaufklärung“ (INA).
  • Aufbereitung von Sachwissen: Qualitätsvoller Journalismus ist nur unter Einbeziehung von berufsnotwendigem Sachwissen möglich. Horst Pöttker konnte dieser Einsicht als Hochschullehrer vor allem durch seine Expertise in der empirischen Sozialforschung gerecht werden. Gemeinsam mit Bernd Klammer hat er ein Methodenlehrbuch für die wissenschaftliche Journalistenausbildung konzipiert, das inzwischen zur Standardliteratur gehört. Und auch seine umfangreichen Forschungen zur „Medialen Integration von ethnischen Minderheiten in Deutschland, den USA und Kanada“ im Rahmen des Siegener DFG-Sonderforschungsbereichs/Forschungskollegs „Medienumbrüche“ dürfen als notwendiges gesellschaftswissenschaftliches Rüstzeug für den journalistischen Berufsalltag gelten.
  • Elementarpublikationen: Grundlagenliteratur ist für eine Wissenschaftsdisziplin wie die Journalistik nicht nur wichtig, um ein systeminternes Selbstbewusstsein herauszubilden; sie ist auch ein notwendiges Bindeglied zur journalistischen Praxis, die die Befunde des Fachs natürlich erst einmal wahrnehmen muss, um mit ihnen zu wachsen. Horst Pöttker pflegt die Verbindung zwischen Journalistik und Journalismus nicht nur mit der Herausgabe der bereits erwähnten Publikationen „Journalistik Journal“ und „Medien Monitor“. Er hat, gemeinsam mit Fachkollegen, auch ein Basiswerk zur „Stilistik für Journalisten“ vorgelegt, das 2010 in zweiter, erweiterter Auflage erscheint, sowie über viele Jahre die Edition eines „Deutsch-russischen Wörterbuchs der Journalistik“ angetrieben, dessen erster Teilband ebenfalls kurz vor der Veröffentlichung steht.

Ein wesentliches Anliegen Horst Pöttkers harrt freilich noch der Umsetzung: die Erarbeitung einer konsistenten Berufsgeschichte des Journalismus, die die Entstehung und Entwicklung der Profession im Kontext der Aufgabe Öffentlichkeit von Beginn an nachzeichnet. Zu einigen Episoden dieser Geschichte, etwa zur Bedeutung des Judentums für den modernen Journalismus, zur Entstehung des Nachrichtenparadigmas oder zu Journalismus und Öffentlichkeit im Nationalsozialismus, hat er zwar bereits bemerkenswerte Analysen präsentiert – teilweise mit beträchtlichem öffentlichem Nachhall. Dass eine Gesamtdarstellung jedoch noch auf sich warten lässt, liegt wohl auch an den kniffligen hochschulpolitischen Problemen, denen sich Horst Pöttker an der Universität Dortmund bis 2008 als Prodekan für Haushalt und Organisation und seitdem als Dekan der Fakultät Kulturwissenschaften mit einiger Leidenschaft gewidmet hat und weiterhin widmet. Seine professionshistorische Weiterentwicklung der Pressegeschichte dürfte damit zum Alterswerk werden. Am 29. Dezember ist Horst Pöttker 65 Jahre alt geworden.

Joseph Roth als “Beobachter des Unsichtbaren”

Heute lag die aktuelle Ausgabe der “message” (Heft 1/2010) in meinem Briefkasten. Ich bin darin mit einem kurzen Beitrag über den österreichischen Romancier Joseph Roth vertreten. Der Titel: “Beobachter des Unsichtbaren”. Im Gegensatz zur gängigen Sichtweise porträtiere ich Roth vor allem als sprachgewaltigen Journalisten, der auch jenseits seines literarischen Schaffens ein beachtliches Werk hinterlassen hat, das in vielerlei Hinsicht noch immer der wissenschaftlichen Aufarbeitung harrt. Die Journalistik steht hier vor vielen ungelösten Aufgaben!

Leider ist der Text nicht online verfügbar. Als Quellenbeleg muss daher an dieser Stelle ein Link auf das Inhaltsverzeichnis des Heftes genügen…