Unter den Protagonisten des New Journalism ist Hunter S. Thompson eine der schillerndsten Figuren. Als Schöpfer des ihm eigenen Gonzo-Stils hat er in den späten 1960er Jahren Kult-Status erreicht. Seitdem hat sich auch die Journalismusforschung immer wieder für ihn interessiert: Nicht nur in den USA sind unzählige Forschungsarbeiten zu Thompsons Werk und Wirken entstanden (”enough […] to build a bonfire”, wie David Carr in der “New York Times” schreibt). Auch im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Analysen (häufig Studienabschlussarbeiten), die sich mit der von ihm begründeten Spielart des literarischen Journalismus auseinandersetzen.
Nun bekommt Thompson, der sich 2005 erschoss, endlich einen würdigen Dokumentarfilm. Die Produktion mit dem Titel “Gonzo: The Life and Work of Dr. Hunter S. Thompson” kommt ab heute in die US-amerikanischen Kinos. Regie hat der Oscar-Preisträger Alex Gibney geführt; Johnny Depp, der sich schon in der großartigen Verfilmung der Thompson-Reportage “Fear and Loathing in Las Vegas” als gonzo-geeignet erwiesen hat, besorgt den Kommentar. Die Rezensionen in der heimischen Presse klingen mehr als wohlwollend. Es gibt also genug Gründe, sich auf den Film zu freuen.
Bis es auch bei uns “Buy the ticket, take the ride” heißt, dürfte noch ein wenig Zeit vergehen. Begnügen wir uns bis dahin mit dem Trailer…
Foto: Magnolia Pictures











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