Journalismusdefinitionen gibt es in der wissenschaftlichen Literatur mittlerweile wie Sand am Meer. Besonders einprägsam finde ich nach wie vor die folgende von Emil Dovifat:
Der Beruf fordert eine eigene stilistische Kraft und Ausdrucksfähigkeit von charaktervoller und tiefgreifender Wirkung. Alle diese Eignungsvoraussetzungen liegen gleich den künstlerischen Begabungen in der Persönlichkeit. […] Der Beruf verlangt ein hohes Maß an opferbereitem Idealismus und moralischer Grundsatzfestigkeit sowie den ganzen Einsatz der Person. Widerstandsfähige, größten Arbeitsanforderungen standhaltende Gesundheit, starke Nerven, Ruhe, Beweglichkeit, gutes Sehen und Hören, keine Gehbehinderung. Gepflegtes Äußeres.
Journalist müsste man sein…
Quelle:
Dovifat, Emil (1965): Journalist. In: Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.): Blätter zur Berufskunde, Bd. 1-3 (Sondergebiete). Bielefeld. (zit. n. Weischenberg, Siegfried (2004): Journalistik. Medienkommunikation: Theorie und Praxis. Band 1: Mediensysteme — Medienethik — Medieninstitutionen. 3. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 39)











hat ein ‘Geschmäckle’. Aber was will man von einem Zeitungswissenschafter erwarten, der u.a. auch ein Werk schrieb, das Goebbels veranlasste, zu notieren: “Ich komme gut weg dabei”. Eben.
Ja, natürlich, “Geschmäckle” ist ja noch zaghaft ausgedrückt. Dass dieses Zitat schon allein aus politischen Gründen als völlig indiskutabel betrachtet werden muss, aber auch ansonsten in keinster Weise an die aktuelle Journalismustheorie anschlussfähig ist, ist mir völlig klar. Ich hatte eigentlich gehofft, dass sich die Zeilen von selbst entlarven. Die Ironie ist aber leider nicht ganz durchgekommen…
Sorry!
es scheint ein missverständnis vorzuliegen: ich hatte das nicht angenommen. das ’sorry’ war nicht nötig